Einheitlicher Bildungsgang von 0 bis 18.

Waldorfschulen erhoffen sich schnelle Umsetzung der Wahlversprechen

Privatschulgesetz muss zügig novelliert werden.

weiterlesen

RSS-Feeds

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unseren RSS-Feeds.

weiterlesen

Newsletter

Pressemitteilungen und waldorf online-Artikel können Sie ganz bequem in Ihr E-Mail-Postfach geliefert bekommen.

weiterlesen

Waldorfpädagogik

Waldorfpädagogik

Die individuellen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten des einzelnen Kindes stehen im Mittelpunkt der Waldorfpädagogik.
Sie bietet angesichts der aktuellen Herausforderungen der sich rasant entwickelnden Informationsgesellschaft ein eigenständiges Angebot an Eltern und ihre Kinder.

Waldorfpädagogik fördert neben der Erkenntnisfähigkeit Wahrnehmung, Kreativität, Initiative und Verantwortungsbewusstsein. In den Mittelpunkt ihrer Erziehung stellt sie die Würde des Individuums. Damit zielt sie auf die Inklusion und Integration aller ihr anvertrauten Kinder ab.
Sie veranlagt durch das breite Unterrichtsangebot wesentliche Schlüsselqualifikationen wie Erkenntnisfreude und Kompetenz, Aufgeschlossenheit, Toleranz, Teamfähigkeit, Eigenständigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Handlungsbereitschaft.

Waldorfschulen ermöglichen einen barrierefreien Schulwechsel innerhalb Deutschlands, Europas und der ganzen Welt. Die Schülerinnen und Schüler lernen über zwölf Jahre gemeinsam in einer Klasse. Die Motivation zum Lernen wird nicht über Noten- und Versetzungsdruck erzeugt.


In Baden-Württemberg gibt es Anfang 2011 56 Waldorfschulen mit ca. 26.500 Schülern, weltweit gibt es heute über 1.000 Freie Waldorfschulen auf allen Kontinenten.


Waldorfschule
Sie wurde 1919 von Rudolf Steiner (1861-1925) in Stuttgart gegründet. Mit ihr wurde zum erstenmal das Prinzip sozialer Gerechtigkeit im Bildungswesen verwirklicht. Unabhängig von sozialer Herkunft, Begabung und späterem Beruf erhalten junge Menschen eine gemeinsame Bildung. Als erste Gesamtschule haben die Waldorfschulen das mit dem vertikalen Schulsystem verbundene Prinzip der Auslese durch eine Pädagogik der Förderung ersetzt. 


Lehrplan
Ein entscheidendes Prinzip des Lehrplans an Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen liegt in der Abstimmung der Unterrichtsinhalte und Unterrichtsformen auf die Prozesse kindlichen Lernens und die Stufen menschlicher Entfaltung in Kindheit und Jugend. Der Unterricht ist von Schulbeginn an auf das Ziel innerer menschlicher Freiheit hinorientiert.


Epochenunterricht
Ein wichtiges Mittel, um den Unterricht zu gestalten, ist der Epochenunterricht. Dieser wird durchgängig in den ersten zwei Unterrichtsstunden gegeben. Er wird in den Fächern durchgeführt, in denen Sachgebiete in sich geschlossen behandelt werden können (Deutsch, Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften usw.). Gebiete, die laufender Übung bedürfen (künstlerischer Unterricht, Englisch, Französisch, Russisch - Fremdsprachen vom 1. Schuljahr an), werden in Fachstunden erteilt, wobei auch hier manche Waldorfschulen in den letzten Jahren verstärkt Epochenunterricht durchführen.


Kein Sitzenbleiben
Alle Schüler und Schülerinnen durchlaufen ohne Sitzenbleiben 12 Schuljahre. Der Lehrplan der Waldorfschulen ist auf die Weite der in den Kindern liegenden seelischen und geistigen Veranlagungen und Begabungen ausgerichtet. Deshalb tritt vom 1. Schuljahr an neben die mehr sachbezogenen Unterrichtsgebiete ein vielseitiger künstlerischer Unterricht. Durch diesen werden die für den einzelnen Menschen wie für die Gesellschaft wichtigen schöpferischen Fähigkeiten und Erlebniskräfte gefördert. 


Künstlerisch-handwerklicher Unterricht
Ein vielfältiger handwerklicher Unterricht fördert die differenzierte Ausbildung des Willens und die lebenspraktische Orientierung des Schülers. 


Zeugnisse und Abschlüsse
Die Waldorfschulen haben mit der Auslese auch das übliche Zensurensystem abgeschafft. Die Zeugnisse bestehen aus möglichst detaillierten Charakterisierungen, die die Leistung, den Leistungsfortschritt, die Begabungslage, das Bemühen in den einzelnen Fächern durchsichtig machen. Die Schüler schließen die Schule mit der Mittleren Reife, Fachhochschulreife oder dem Abitur (nach dem 13. Schuljahr) gemäß den in den Bundesländern jeweils geltenden Regeln ab.


Selbstverwaltung
Als Freie Schulen haben die Waldorfschulen die hierarchisch organisierte Außenlenkung der staatlichen Schulen durch eine freiheitliche Verfassung ersetzt. Die Selbstverwaltung erfolgt durch Eltern und Lehrer gemeinsam und stellt ein sehr zukunftsorientiertes soziales Erfahrungsfeld dar. Die pädagogische Leitung wird von der wöchentlichen Lehrerkonferenz wahrgenommen, an der alle Lehrer gleichberechtigt mitwirken. Das Bemühen um das Verständnis des Menschen, seiner Lebensgesetze und um Fortentwicklung der Pädagogik auf der Basis der anthroposophischen Geisteswissenschaft bildet die gemeinsame Grundlage. 


Finanzierung
Waldorfschulen in Deutschland erhalten staatliche Zuschüsse. Diese aber können die Betriebskosten nur zum Teil decken. Die Elterbeiträge sind an den meisten Schulen nach Einkommen gestaffelt. Ungeachtet der weltweiten fachlichen Anerkennung der Waldorfschulen und der verfassungsrechtlichen Gleichstellung der Schulen in freier Trägerschaft mit den staatlichen Schulen bedarf es dauernder Bemühungen auf politischem und administrativem Felde, dass diesem Umstand bei der Schulaufsicht und Finanzierung der Schulen entsprochen wird.

Klassenstufen

Hier können Sie sich zu jeder Klassenstufe eine PDF-Datei herunterladen, in der der Lehrinhalt der jeweiligen Klassenstufe zusammengefasst ist.

Klasse 1

Klasse 2

Klasse 3

Klasse 4

Klasse 5

Klasse 6

Klasse 7

Klasse 8

Klasse 9

Klasse 10

Klasse 11

Klasse 12

Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg e.V. - Libanonstr. 3 - 70184 Stuttgart
Landesverband der 56 Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg

Kontakt | Impressum | Datenschutz