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Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg e.V.
- im Bund der Freien Waldorfschulen Deutschland e.V.

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Presseschau im Nachklang zur Großdemonstration am 19.01.2010 in Stuttgart

Den Rückblick auf die Demonstration finden Sie auf der Projektseite.

Großdemonstration am 19.01.2010 in Stuttgart


100% Schule braucht mindestens 80% Förderung

Die Vielfalt im Bildungswesen ist ein Grundrecht.

Um dieses Grundrecht zu schützen, demonstrieren die Schulen in freier Trägerschaft am Dienstag, 19. Januar 2010, ab 10 Uhr in Stuttgart.


Je mehr wir sind, umso deutlicher werden wir gehört.

Kommen Sie an diesem Tag nach Stuttgart und demonstrieren Sie mit.
Beginn ist um 10 Uhr in der Lautenschlager Straße beim Hauptbahnhof. Gegen 12 Uhr findet auf dem Schlossplatz die Abschlusskundgebung statt.

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Herzlich willkommen auf der ersten Seite



der größten Freien Schule der Welt: der Waldorfschule. Sie macht einen barrierefreien Schulwechsel innerhalb Deutschlands, Europas und der ganzen Welt möglich. Waldorfschulen entwickeln sich aus Elterninitiativen vor Ort und werden von ihrem Lehrerkollegium in Selbstverwaltung mit Unterstützung von Eltern geführt. Jede Waldorfschule ist autonom und somit frei, bis in den Lehrplan eigene pädagogische Ansätze zu verwirklichen. Als Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft sind sie durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verfassungsmäßig geschützt und in Baden-Württemberg staatlich anerkannte Ersatzschulen. Sie stehen jedem Kind offen, dessen Eltern bereit sind, die pädagogischen Zielsetzungen der Schule zu unterstützen. Die Persönlichkeit des Kindes steht im Mittelpunkt aller erzieherischen Bemühungen.

Die erste Waldorfschule entstand 1919 durch den achtsamen Blick Emil Molts auf die soziale Not nach dem Ersten Weltkrieg. Der erfahrene Unternehmer (Waldorf Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart) ging fachmännisch ans Werk. Er suchte nach einem fortschrittlichen Bildungssystem und fand in Dr. Rudolf Steiner den Mann, der besonnen eine lebensnahe künstlerische Pädagogik entwickelte.

Die aktuellen Ergebnisse der Pisa–Studie bestärken, dass Waldorfschulen auch heute fortschrittliche Antworten auf Fragen der Zeit geben. In der Studie positiv bewertete Länder wie Schweden und Finnland zeigen eine ähnliche Schulstruktur wie Waldorfschulen: Ohne Auslese lernen Schüler gemeinsam bis Klasse 9, in Waldorfschulen von Klasse 1 bis 12. Waldorfschulen vergeben keine Notenzeugnisse, auch Sitzenbleiben gibt es nicht. Am Ende ihrer Schulzeit verlassen überdurchschnittlich viele Schüler nach zentralen Prüfungen in Baden-Württemberg die Schule mit guten Abschlüssen.

Kopf, Herz und Hand werden im Unterricht gleichermaßen angesprochen. Die Lehrer gehen auf unterschiedlichste Erwartungen und Temperamente ein, um der individuellen Entwicklung jedes Kindes gerecht zu werden.

Im Jahr 1919 begann die erste Waldorfschule in Stuttgart mit ihrem Unterricht. Heute ist die Anzahl der Schulen auf 55 in Baden-Württemberg angestiegen mit einer Gesamtschülerzahl von bei ca. 23 000 Schülern.



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